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Worüber gestritten wurde
✓ Einigkeit
- Die Notwendigkeit einer Regulierung von KI-Systemen wird von allen Fraktionen anerkannt.
- Die Notwendigkeit der kontinuierlichen Überprüfung und Aktualisierung der KI-Gesetzgebung wird betont.
- Die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei der KI-Entwicklung wird grundsätzlich unterstützt.
- Die Notwendigkeit, die potenziellen Risiken der KI zu berücksichtigen, wird als gegeben angesehen.
✕ Streitpunkte
- Die Frage der Regulierungsintensität: Die SPD und die AfD plädieren für einen vorsichtigen Ansatz, während die CDU/CSU und DIE LINKE eine stärkere Regulierungsbefahrung fordern.
- Die Rolle der Staatsmacht: Die CDU/CSU und die SPD sehen eine zentrale Rolle der Bundesregierung bei der Überwachung und Kontrolle, während die AfD eine unabhängige Kontrolle ablehnt.
- Die Priorisierung von Risiken versus Chancen: Die AfD kritisiert die Fokussierung auf Risiken und Regulierung, während die SPD und die CDU/CSU die Förderung von Innovationen als ebenso wichtig erachten.
- Die Ausgestaltung der Regulierung: Die SPD, DIE LINKE und die AfD fordern Schutzmaßnahmen für Datenarbeitende und Kreativschaffende, während die CDU/CSU einen rein markttechnischen Ansatz befürwortet.
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Positionen der Fraktionen
Die Fraktion betont die Notwendigkeit, die Entwicklung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Deutschland aktiv zu fördern, um das Potenzial für Innovation und wirtschaftliche Chancen zu nutzen. Gleichzeitig räumt sie die damit verbundenen Risiken, insbesondere im Kontext von Cyberangriffen und potenziellen Fehlentwicklungen durch den Markt, ein und plädiert für eine umfassende Regulierung. Konkret werden Vorschläge zur Umsetzung der europäischen KI-Verordnung, zur Stärkung der Kontrollmechanismen sowie zur Einführung von Haftungsregelungen zur Minimierung dieser Risiken genannt. Die Fraktion unterstützt einen gemeinschaftlichen Ansatz, um die Chancen der KI zu nutzen und gleichzeitig gesellschaftspolitische Gefahren zu verhindern, wie sie in der Abstimmung zum Tagesordnungspunkt deutlich wurde.
Die Fraktion betonte die Notwendigkeit, Künstliche Intelligenz pragmatisch zu begegnen und sowohl die potenziellen Risiken als auch die Chancen zu berücksichtigen. Sie sprach sich für eine starke Aufsicht durch eine nationale AI-Marktüberwachungsbehörde und das KI-Sicherheitsinstitut sowie für einen globalen Ansatz zur Beeinflussung der KI-Entwicklung aus. Zudem forderte die Fraktion eine konsequente Weiterentwicklung und Regulierung der KI, die von Angst und Panikmache frei ist, und plädierte für eine zentrale Rolle der Bundesregierung bei der Überwachung und Kontrolle der KI-Entwicklung, insbesondere in Kooperation mit internationalen Partnern. Die Notwendigkeit, die KI-Gesetzgebung kontinuierlich zu überprüfen und zu aktualisieren, um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, wurde ebenso hervorgehoben wie die Bedeutung, die Entwicklung von KI-Modellen in Europa zu fördern, um sich vor potenziellen Bedrohungen zu schützen.
Die Fraktion sieht die aktuelle Debatte um die Regulierung von künstlicher Intelligenz als hinderlich für die technologische Entwicklung Deutschlands an und fordert eine proaktive Politik, die auf Investitionen in Schlüsseltechnologien und die Förderung heimischer KI-Modelle setzt. Sie kritisiert insbesondere die Fokussierung der Grünen und anderer Parteien auf Risiken und Regulierung, die, so die Fraktion, Deutschland international benachteiligen und zu Verlusten in Forschung und Technologieentwicklung führen würden. Die Notwendigkeit einer nationalen Strategie zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und technologischen Unabhängigkeit wird betont, während gleichzeitig Bedenken hinsichtlich potenzieller Überregulierung und der Einmischung internationaler Organisationen geäußert werden. Die Fraktion stimmte gegen den Tagesordnungspunkt.
Die Fraktion DIE LINKE sieht in der aktuellen KI-Debatte einen Fokus auf kurzfristige Geschäftsinteressen, insbesondere der großen Technologieunternehmen, der die tatsächlichen Risiken einer ungebremsten KI-Entwicklung verzerrt. Sie fordert eine Regulierung, die konkrete Schäden wie Datendiebstahl, Ausbeutung von Datenarbeitern und ökologische Auswirkungen adressiert. Als zentrale Forderungen werden Entschädigungen für Kreativschaffende und Datenarbeitende sowie eine Stärkung des Arbeitsrechts und der betrieblichen Mitbestimmung genannt. Die Fraktion warf zudem die Gefahr einer Machtkonzentration, Überwachung und Umweltproblemen durch die unkontrollierte Entwicklung von KI auf.
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Die Reden im Einzelnen
Ruben Rupp AfD
Rupp argumentiert, dass Deutschland durch die Fokussierung der Grünen auf Risiken, Regulierung und Verbote bei künstlicher Intelligenz Gefahr läuft, technologisch abgehängt zu werden. Er kritisiert, dass andere Nationen, insbesondere die USA und China, massive Investitionen in KI tätigen, während Europa mit begrenzten Ressourcen und Fokus auf Regulierung zurückbleibt. Er sieht die Debatte über Verbote als hinderlich für den technologischen Fortschritt und plädiert für eine proaktive Politik mit mehr Investitionen in Rechenzentren, Halbleiter, Cloud-Technologien und die Entwicklung eigener KI-Modelle. Er fordert, dass Deutschland nicht zum Zuschauer der KI-Revolution wird und betont die Notwendigkeit, sich aktiv an der Entwicklung und Nutzung von KI zu beteiligen, um wirtschaftliche Chancen zu nutzen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die AfD befürwortet ein "nationales Aufbrechen" in die KI-Zukunft und fordert konkrete Maßnahmen zur Förderung der heimischen KI-Technologie und zur Sicherstellung der Sicherheit.
Johannes Schätzl SPD
Johannes Schätzl (SPD) vertritt die Position, dass Deutschland KI-Technologien entwickeln, erproben und einsetzen sollte, da er darin ein großes Potenzial sieht. Er räumt ein, dass auch Risiken bestehen, insbesondere im Hinblick auf Missbrauch durch KI-gestützte Cyberangriffe, potenziell gefährliche Fehler in Systemen und die Gefahr falscher Anreize durch den Markt. Als drei konkrete Risiken werden die Skalierbarkeit von Angriffen, das Versagen von Sicherheitsschranken und die Möglichkeit eines ungleichen Wettbewerbs zwischen Sicherheitsprüfungen und Gewinnorientierung genannt. Um die Risiken zu minimieren, schlägt er vier Lösungsszenarien vor: die wirksame Durchsetzung der europäischen KI-Verordnung mit unabhängigen Prüfungen und Aufsicht, stärkere Zugriffsrechte für selbst handelnde KIs, die Entwicklung europäischer Modelle und die Pflicht zur persönlichen Haftung für Schäden, die durch KI-Systeme verursacht werden.
Sonja Lemke Linke
Sonja Lemke (DIE LINKE) argumentiert, dass die aktuelle Diskussion über KI-Regulierung durch einen Fokus auf kurzfristige Geschäftsinteressen von Technologieunternehmen verzerrt ist. Sie kritisiert, dass die Bedenken hinsichtlich des Schadens durch KI-Systeme durch die Interessen der Firmen, insbesondere der "OberTech-Bros", geschürt werden, um Regularien zu rechtfertigen. Lemke fordert stattdessen eine Regulierung, die den tatsächlichen Schaden durch Datendiebstahl, Ausbeutung von Datenarbeitern und die Vertiefung der Arbeitslosigkeit sowie die ökologischen Auswirkungen von KI-Systemen adressiert. Sie betont die Notwendigkeit einer Entschädigung für Kreativschaffende und Datenarbeitende sowie eine Stärkung des Arbeitsrechts und der betrieblichen Mitbestimmung. Darüber hinaus warnt sie vor einer ungebremsten KI-Entwicklung, die zu einer Machtkonzentration, Überwachung und ökologischen Problemen führen könnte.
Marvin Schulz CDU/CSU
Marvin Schulz (CDU/CSU) argumentiert, dass die Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz einen pragmatischen Ansatz erfordert, vergleichbar mit Elisha Otises Lösungsfindung. Er betont sowohl die potenziellen Risiken, insbesondere Ausbrüche von KI-Systemen, als auch die Chancen, die KI bietet, wie beispielsweise die Verbesserung der Früherkennung von Brustkrebs durch KI-gestützte Diagnostik. Um Risiken zu minimieren, plädiert Schulz für eine starke Aufsicht, die durch die Entstehung der nationalen AI-Marktüberwachungsbehörde und des KI-Sicherheitsinstituts gewährleistet wird. Er fordert zudem einen globalen Ansatz, um die Entwicklung von KI durch führende Nationen wie China und die USA zu beeinflussen und die KI-Entwicklung in Regionen wie dem Nahen Osten zu berücksichtigen. Abschließend unterstreicht er die Notwendigkeit, die KI-Gesetzgebung kontinuierlich zu überprüfen und zu aktualisieren, um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu gewährleisten.
Tobias Ebenberger AfD
Tobias Ebenberger, der AfD-Politiker, argumentiert, dass die Warnungen von KI-Entwicklern hinsichtlich potenzieller Risiken durch künstliche Intelligenz übertrieben und alarmierend sind. Er betont, dass die eigentliche Entwicklung von Superintelligenz nicht in Deutschland stattfindet und die Bedenken in San Francisco und Hangzhou gelähmt werden. Ebenberger kritisiert die mögliche Schaffung einer internationalen KI-Aufsicht, wie der IAEA, und befürchtet, dass sie durch UN-Organisationen wie der WHO manipuliert werden könnte. Er plädiert für die Nutzung der Vorteile von KI in Medizin, Produktion und Information, während er gleichzeitig Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Bildung und Arbeitswelt äußert, insbesondere im Hinblick auf die „Substituierbarkeit“ von Arbeitskräften. Er lehnt eine übermäßige Regulierung europäischer Unternehmen ab und kritisiert die Politik anderer Parteien, die auf Ängste vor KI spekuliert.
Dr. Karl Lauterbach SPD
Dr. Karl Lauterbach argumentiert, dass die Diskussion über KI in der Medizin und im Forschungsbereich von entscheidender Bedeutung ist und ohne Parteipolitik geführt werden muss. Er betont, dass die Ampel-Koalition bereits in den letzten Jahren Anstrengungen zur AI-Readiness unternommen hat und die Zusammenarbeit mit der Grünen ausdrücklich hervorhebt. Lauterbach stellt die rasante Entwicklung der KI in den Fokus, insbesondere die Beschleunigung durch agentische KI und das sogenannte Recursive SelfImprovement, die eine Verlangsamung der Entwicklung, eine deutsche KI-Teilnahme und die Vorbereitung der Gesellschaft erfordert. Er sieht Risiken in unkontrollierter KI-Entwicklung und plädiert für eine Regulierung, um gesellschaftspolitische Gefahren zu verhindern. Zusammenfassend fordert Lauterbach einen gemeinschaftlichen Ansatz, um die Chancen der KI zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu minimieren und die deutsche Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Dr. Thomas Pauls CDU/CSU
Dr. Thomas Paul argumentiert, dass die in der öffentlichen Diskussion über Künstliche Intelligenz (KI) oft verbreiteten Ängste und Schreckensszenarien überbewertet sind. Er verweist auf historische Beispiele, in denen vermeintliche Bedrohungen – wie die Eisenbahnkrankheit oder die Computerkatastrophe – nicht eingetreten sind. Er stellt eine Reihe positiver Beispiele für den Einsatz von KI vor, darunter die Entdeckung von Antibiotika, die Wiederherstellung der Sprache bei ALS-Patienten und die Beschleunigung der Energiewende, sowie den Anstieg von Unternehmensgründungen dank KI. Um die Vorteile der KI voll auszuschöpfen, plädiert er für eine konsequente Weiterentwicklung und Regulierung, die von Angst und Panikmache nicht getrieben wird. Die Bundesregierung soll eine zentrale Rolle bei der Überwachung und Kontrolle der KI-Entwicklung übernehmen und dabei internationale Kooperationen – insbesondere mit den USA und China – fördern, um das notwendige Know-how nach Deutschland zu holen. Abschließend betont er, dass der Staat eine Schutzfunktion wahrnehmen muss, ohne dabei Innovationen zu bremsen.
Lars Haise AfD
Lars Haise argumentiert, dass Deutschland im Bereich der Kontrolle und Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) aktuell nicht mit den USA oder China mithalten kann. Dies wird primär auf eine eigenwillige, ideologisch geprägte Politik zurückgeführt, die in der Vergangenheit zu Verlusten in der Spitzenforschung und der Technologieentwicklung geführt hat. Er kritisiert insbesondere die von Grünen und anderen Fraktionen gepflegte "German Angst" und die daraus resultierenden Regulierungsversuche, die er als kontraproduktiv für die Entwicklung eigener KI-Modelle ansieht. Deutschland habe sich durch die Fokussierung auf Migration und den Verlust von Schlüsseltechnologien in Bereiche verlagert, die die Innovationskraft beeinträchtigen. Haise fordert stattdessen eine verstärkte Investition in heimische Forschung und Industrie, um die technologische Unabhängigkeit und globale Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Er sieht die Ursache für die aktuelle Situation in der "Lähälmung" des Landes durch verschiedene politische Kräfte und plädiert für eine Konzentration auf die Förderung von Innovation und Talente.
Dr. Konrad Körner CDU/CSU
Dr. Körner argumentiert, dass die Debatte über künstliche Intelligenz grundsätzlich von der Erkenntnis ausgeht, dass jede Technologie Risiken und Chancen birgt. Er kritisiert eine übertriebene Fokussierung auf die potenziellen negativen Aspekte, insbesondere die Darstellung durch die AfD und die Linke, und plädiert für einen pragmatischen Ansatz. Um Risiken zu adressieren, ist die Schaffung einer wissenschaftlichen Institution wie dem KI-Institut in Deutschland notwendig, um den Austausch mit internationalen Experten zu fördern und deutsche Köpfe anzuziehen. Es wird betont, dass die Entwicklung und der Einsatz von KI, insbesondere im Hinblick auf das "Alignment" der Systeme, europäische Souveränität erfordern, um einen Anschluss zu vermeiden. Um die Angst vor der KI abzubauen, wird die aktive Beschäftigung der Bürger mit der Technologie gefördert. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass die Entwicklung von KI-Modellen in Europa entscheidend ist, um sich vor potenziellen Bedrohungen durch KI-Systeme, die in anderen Ländern entwickelt werden, zu schützen.
Ralph Brinkhaus CDU/CSU
Ralph Brinkhaus argumentiert, dass Künstliche Intelligenz (KI) eine transformative Technologie von immenser Bedeutung für die Menschheit darstellt, die potenziell einen Kipppunkt in der Geschichte der Menschheit markiert. Er sieht KI als eine Technologie, die sich selbst verbessern und kognitive Fähigkeiten entwickeln kann, was eine neue und beunruhigende Dynamik eröffnet. Ein Hauptargument ist die Gefahr, dass menschliche Arbeit durch KI-gesteuerte Systeme ersetzt wird, wie beispielsweise durch eine umfassende Rentenreform, was die traditionellen politischen Debatten obsolet machen könnte. Brinkhaus fordert eine proaktive Auseinandersetzung mit den potenziellen Auswirkungen von KI auf die Gesellschaft und betont die Notwendigkeit, die Entwicklung und Gestaltung dieser Technologie zu antizipieren und zu beeinflussen, anstatt lediglich auf die Verbesserung der heutigen Welt zu fokussieren. Er plädiert für eine verstärkte Rolle der Digital- und KI-Politiker als „Evangelisten“, um diese Erkenntnisse im politischen Raum zu verbreiten und die notwendigen Weichen zu stellen.