PlenarKlar
Bundestagsdebatten
verständlich zusammengefasst
23.09.2026 · 21. WP · 95. Sitzung
23.09.2026 · 21. WP · 95. Sitzung

Berliner Linke im Fokus: Rechtsstaat, Antisemitismus und Machtkampf

ZP 1 Aktuelle Stunde: Jüngste Entwicklungen bei den Linken Berlin

In der Tagesordnungsplausche wird die jüngste Entwicklung rund um die Berliner Linke, insbesondere im Zusammenhang mit den Vorwürfen von Verbindungen zu kriminellen Strukturen und der Thematik Antisemitismus, diskutiert. Die Fraktionen positionieren sich zu den potenziellen Auswirkungen für den Rechtsstaat, die Sicherheit und die politische Debatte. Es geht um die Bewertung von Parteiverbindungen, die Wahrung von Grundsätzen und die Vermeidung von Hysterie.

16Zusammengefasste Redebeiträge
5Fraktionen
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Worüber gestritten wurde

✓ Einigkeit

  • Die Notwendigkeit, den Antisemitismus zu bekämpfen und eine differenzierte Debattenlage zu fördern, um unnötige Schuldzuweisungen zu vermeiden.
  • Die Kritik an Verbindungen von Parteimitgliedern zu kriminellen Strukturen und extremistischen Gruppierungen.

✕ Streitpunkte

  • Die Bewertung der Glaubwürdigkeit von Parteiverbindungen und der Umfang der Beobachtung durch den Verfassungsschutz.
  • Die Frage, inwieweit der Rechtsstaat und Sicherheitsbedenken bei der Bewertung der Parteipolitik eine Rolle spielen dürfen.
02

Positionen der Fraktionen

03

Die Reden im Einzelnen

16 Beiträge
Karl Bär Grüne
Karl Bär kritisiert die geplante Neufassung der Monitoringverordnung, die ursprünglich zur Überprüfung der Düngeverordnung konzipiert war. Er argumentiert, dass die Abschaffung der Stoffstrombilanzverordnung, die Betriebsdaten liefern sollte, die Betriebe sanktionieren oder belohnen könnte, nun durch die Übernahme dieser Daten in die Monitoringverordnung zu unnötiger Bürokratie führen könnte. Bär stellt die Frage nach der Belegbarkeit und Überprüfbarkeit der neuen Verordnung, da die Integration von Betriebsdaten mit Umweltverwaltungdaten potenziell problematisch sein könnte. Die ParlStaatssekretärin erklärt, dass verschiedene Vorschläge geprüft werden und die AMK beraten, welcher Weg letztendlich gewählt wird, wobei die Abstimmung mit der EU-Kommission im Vordergrund steht. Sie betont die Notwendigkeit einer gemeinsamen Abstimmung mit den Ländern, um einen geeigneten Weg zu finden.
Dr. Ophelia Nick Grüne
Dr. Ophelia Nick kritisiert die Bundesregierung für die Fortsetzung der Nitratrichtlinie, die nach ihrer Meinung nicht zu einer Reduzierung der Nährstofffracht in die Ostsee und dem damit verbundenen Fischsterben führt. Sie weist darauf hin, dass das Problem seit 1991 bekannt ist und die von der vorherigen Ampelregierung beschlossenen Maßnahmen aufgegeben wurden. Als Hauptursache für die Probleme sieht sie die Landwirtschaft, die mit 60 Prozent für die Überdüngung verantwortlich ist, sowie die Nichtbeachtung der Schonzeiten. Sie stellt die Frage, ob die Regierung tatsächlich Maßnahmen zur Bekämpfung des Fischsterbens in der Ostsee ergreift, insbesondere durch eine wirksame Anpassung der Düngeverordnung. Dr. Nick verweist auf eine Stoffstrombilanzierung als mögliche Lösung, die von der Staatssekretärin jedoch nicht beantwortet werden kann.
Dr. Gottfried Curio AfD
Dr. Curio kritisiert die Pläne der Linkspartei für Berlin, die er als Aushöhlung der Sicherheitsstrukturen, eine Förderung von Kriminalität und eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ansieht. Er argumentiert, dass die Linke die Polizei durch Sozialarbeit ersetzen und die Ausweisung von Kriminalitätsgebieten aufheben will. Curio sieht in den Forderungen der Partei eine Bedrohung durch „Judenfeinde“ und „Islamisten“ und plädiert für eine konsequente Abschiebepolitik und ein Bleiberecht für alle. Er kritisiert zudem die kameragestützte Überwachung, die Förderung von Parallelgesellschaften und die zunehmende Einwanderung, die er mit Antisemitismus und Ausbeutung der Sozialsysteme verbindet. Curio sieht in den Plänen der Linken eine Gefahr für die deutsche Politik insgesamt und fordert, dass die CDU sich dem Wahlsieg der Roten und Grünen nicht unterwirft, sondern sich im schlimmsten Fall zurückziehen sollte.
Dr. Ottilie Klein CDU/CSU
Dr. Ottilie Klein äußert scharf Kritik an der Linkspartei, insbesondere an deren Positionen und Aussagen, die sie als „verquert“ und gefährlich für die Demokratie charakterisiert. Sie sieht in der Zusammenarbeit von Gesetzesbrechern mit Gesetzgebern eine Bedrohung für den Rechtsstaat und die Freiheit. Ein zentrales Argument ist die Anklage von Fraktionsmitglied Ferat Koçak, der als Vertreter von Clans gilt, und ruft zu dessen Mandatsentzug auf. Klein betont die Notwendigkeit, sich gegen Antisemitismus und judenfeindliche Tendenzen innerhalb der Linkspartei zu stellen, insbesondere angesichts der Unterstützung von Terrororganisationen wie dem PFLP. Sie warnt vor einer Verharmlosung der extremen Positionen der Linkspartei und fordert SPD und Bündnis 90/Die Grünen auf, deutlichere Positionen zu beziehen und eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei abzulehnen. Die Rede ist geprägt von der Darstellung einer kritischen Bewertung der Linkspartei und deren Einfluss auf politische Entscheidungen in Berlin.
Dr. Irene Mihalic Grüne
Dr. Mihalic betont, dass der Hamas-Terroranschlag auf Israel den Ausgangspunkt für politische Diskussionen darstellt, wobei der Fokus auf der Notwendigkeit liegt, den Angriff als Massaker zu betrachten und Israelhass und Antisemitismus nicht zu relativieren. Sie kritisiert insbesondere die Linksfraktion, insbesondere Ferat Koçak, für Sympathien gegenüber Organisationen auf der Terrorlisten und fordert eine konsequente Auseinandersetzung mit Hass und Antisemitismus innerhalb der Partei. Sie weist die AfD für die Relativierung des Nationalsozialismus und die Angriffe auf die deutsche Erinnerungskultur scharf zurecht. Sie plädiert für eine verstärkte politische Bildung und historische Bildung, um das Bewusstsein für die Verbrechen des Nationalsozialismus zu schärfen und die Verantwortung für den Schutz von Jüdinnen und Juden zu unterstreichen. Die Grünen fordern eine grundsätzliche Verbot von Antisemitismus in allen Lebensbereichen Deutschlands.
Sebastian Fiedler SPD
Sebastian Fiedler argumentiert in dieser Rede, dass der Fokus auf die Organisierte Kriminalität gelegt werden muss, da diese durch Zugang, Einfluss und Macht ihre Ziele – Unterwanderung von Strukturen – verfolgt. Er erklärt, dass diese Kriminalität nicht nur durch Geldkoffer, sondern durch Vernetzung von Milieus wie PFLP, Hamas, salafistischen Gruppen und Clankriminalität entsteht, wobei persönliche Beziehungen und gegenseitiger Nutzen entscheidend sind. Die Berliner Linken werden im Fokus der Aufmerksamkeit, da Akteure aus diesen Milieus dort Anschluss finden. Es wird eine strukturelle Verwundbarkeit dieser Partei thematisiert, insbesondere im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit von Personen wie Ferat Koçak und dem Rammo-Umfeld. Um die Gefährdung des Rechtsstaats zu bekämpfen, wird ein starker Rechtsstaat und gesellschaftlicher Zusammenhalt betont, während gleichzeitig eine Hysterie vermieden und Menschen nicht generell unter Verdacht gestellt werden sollen. Fiedler betont, dass mit den Berliner Linken kein Staat zu machen ist und Regierungsverantwortung für sie nicht gewünscht sei.
Dr. Gregor Gysi Linke
Dr. Gysi (DIE LINKE) kritisiert scharf die AfD, insbesondere den Antisemitismusvorwurf und die Positionen der Fraktion, die beispielsweise den Holocaustmahnmal-Gedenkort als „Schandmal“ bezeichnen und die Aufnahme des Schutzes jüdischen Lebens in die Landesverfassung verweigern. Er sieht in der CDU eine unnötige Beteiligung an diesem Thema und kritisiert deren Vorgehensweise, insbesondere die Formulierung des Bundeskanzlers bezüglich Ausländerfeindlichkeit. Die LINKE befürwortet einen souveränen und sicheren Staat Israel, sieht aber auch die Notwendigkeit einer gerechten Lösung für den Nahen Osten und kritisiert die israelische Politik. Zudem bemängelt sie die Instrumentalisierung des Antisemitismus zur Abgrenzung der eigenen Partei und weist auf vermeintliche Verbindungen zur Kriminallszene hin. Abschließend betont Dr. Gysi die Notwendigkeit von Veränderungen in Berlin, insbesondere im Hinblick auf Wohnungsnot und städtebauliche Prozesse, und warnt davor, dass die AfD im Falle einer Regierungsbeteiligung die politischen Kurse weiter verschärfen könnte.
Alexander Throm CDU/CSU
Alexander Throm (CDU/CSU) argumentiert, dass die Linkspartei ein Sicherheitsrisiko für Deutschland darstellt, insbesondere aufgrund ihrer potenziellen Zusammenarbeit mit organisierter Kriminalität und Clans. Er kritisiert die Parteiführung, insbesondere die Äußerungen von Abgeordneten wie Ramelow und Koçak, die er als Verharmlosung antisemitischer Tendenzen und eine Unterstützung von Clans interpretiert. Throm sieht in der Unterstützung der Linkspartei für eine offene Einwanderung und die Reduzierung der Polizei einen direkten Angriff auf die Sicherheit des Landes. Er verweist auf die Warnungen des Zentralrates der Juden und betont die Notwendigkeit, die Aktivitäten der Berliner Linkspartei genau zu beobachten und gegebenenfalls unter Verfassungsschutz zu stellen. Als abschließendes Argument wies er darauf hin, dass die Gefahr einer Regierungsbildung der Linkspartei die Verbreitung von antisemitischen Ideologien und die Unterstützung von Kriminalität begünstigen würde. Throm fordert eine klare Haltung von SPD und Grünen, um die Möglichkeit einer solchen Regierungsbildung zu verhindern.
Lorenz Gösta Beutin Linke
Beutin kritisiert die CDU/CSU für die Nähe von Personen aus dem Rammo-Clan, die an CDU-Wahlkampfveranstaltungen teilgenommen und im Abgeordnetenhaus geladen waren, und stellt dies als mögliche Verbindung zur organisierten Kriminalität in Frage. Er thematisiert das wachsende Problem des Antisemitismus in der Gesellschaft und verweist auf die „Mitte“-Studie, die einen hohen Anteil an Antisemitismus in Teilen der CDU- und AfD-Fraktion sowie einen geringeren Anteil bei Grünen und Linken anzeigt. Er betont die Verantwortung aller demokratischen Parteien, den Antisemitismus zu bekämpfen und verweist auf Anträge der Linken zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust. Beutin stellt die Glaubwürdigkeit von Studien in Frage, die er selbst nicht beauftragt hat, und fordert die Opposition auf, sich vor Ort mit dem Problem auseinanderzusetzen.
Beatrix von Storch AfD
Die Rede von Beatrix von Storch konzentriert sich auf die Darstellung von Antisemitismus innerhalb der Berliner Linken, insbesondere im Kontext der Strategien und Umfeldern der Partei. Sie argumentiert, dass die Linke seit dem Krieg den Hass auf Juden zur Wählermobilisierung einsetzt, illustriert dies anhand von Beispielen wie dem Rapper-Text mit der „Intifada“-Anspielung und der Behandlung von Besuchern israelischer Partnerstädte. Von Storch kritisiert die Einbeziehung von Figuren wie Ferat Koçak und die Unterstützung von Terrororganisationen wie der PFLP, um die vermeintliche Struktur und Ziele der Linken zu charakterisieren. Die Rede betont die Rolle von Wahlkampagnen, insbesondere die Fokussierung auf Muslime und die Verbreitung von Phrasen wie „Refugees welcome“, als Mittel zur Massenmobilisierung und zur Förderung des Islamo-Sozialismus. Abschließend wird die Vorhalte des Verfassungsschutzes widerlegt, dass Antisemitismus in der AfD relevant ist.
Mirze Edis Linke
Mirze Edis (DIE LINKE) widerspricht Fraust von Storch und weist darauf hin, dass der Ausdruck „Yallah, yallah, Intifada!“ nicht als Kriegsansage, sondern als „Los, los, Aufstand!“ zu verstehen ist. Sie betont, dass die Verwendung dieses Begriffs keinen direkten Aufruf zur Gewalt impliziert. Edis definiert den Begriff „Faschist“ im politischen Kontext als Person mit einer extrem rechtsgerichteten, antidemokratischen und ultranationalistischen Ideologie. Sie stellt die Frage, ob die Bezeichnung „Faschist“ als Beschimpfung empfunden werden kann. Die Redebeitrag deutet auf eine Kritik an der Verwendung von Begriffen durch die Opposition und eine Betonung der politischen Definition von Faschismus hin.
Helge Lindh SPD
Helge Lindh kritisiert die Debattenlage bezüglich des grassierenden Antisemitismus und des jüngsten Brandes der Wuppertaler Synagoge, die durch Antizionismus und Relativierungen des Nationalsozialismus geschürt werden. Er weist insbesondere die Instrumentalisierung des Themas durch die AfD und die Verwendung von Begriffen wie „Schuldkult“ oder „Free Palestine from German Guilt“ entschieden zurück, da diese die Shoah verharmlosen und eine Täter-Opfer-Umkehr darstellen. Lindh betont, dass es nicht darum geht, einzelne Personen zu beschuldigen, sondern einen inakzeptablen Umgang mit der Geschichte zu verurteilen, der durch verschwörungsideologische Stereotype und die Instrumentalisierung von Wählermobilisierung für Antisemitismus anfällig ist. Er fordert Demut, genaue Zuhörgewohnheiten und Reflexion über den eigenen Umgang mit der Geschichte, insbesondere im Hinblick auf die Gefahr der Wiederbelebung nationalistisch-völkischer Gesten. Lindh erinnert daran, dass Antizionismus – trotz seiner Wurzeln in Verfolgung und Unterdrückung jüdischer Gemeinschaften – zu einer Beschimpfung und Kampfbegriff geworden ist und fordert eine klare Distanzierung von ihm.
Andreas Audretsch Grüne
Andreas Audretsch, als Abgeordneter der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, kritisiert die AfD für ihre Thematisierung von Antisemitismus, Extremismus und Clans und fordert eine klare Haltung gegen organisierte Kriminalität. Er konzentriert sich auf die Situation in Neukölln, wo er Schutzgelderpressung, Bedrohungen und Angst der Bevölkerung vor Kriminalität sowie Extremisten thematisiert. Er prangert die Relativierung des Holocaust durch AfD-Politiker an und verweist auf konkrete Fälle, wie die Durchsuchung der Wohnung einer AfD-Chefin mit Nazidevotionalien und die Versuche von Reichsbürgergruppen. Audretsch betont die Notwendigkeit von Konsequenzen gegen Extremismus und organisierten Kriminalität und fordert, dass diese nicht in einen allgemeinen Topf geworfen werden, sondern konkret adressiert werden müssen, insbesondere im Hinblick auf die Angst der palästinensischen Gemeinschaft in Neukölln. Er plädiert für eine offene Auseinandersetzung mit den Anliegen aller Betroffenen und fordert ein Umdenken, um die genannten Probleme wirksam bekämpfen zu können.
Dr. Katja Strauss-Köster CDU/CSU
Dr. Katja Strauss-Köster kritisiert scharf die Haltung einiger Abgeordneter, insbesondere der Linken und der AfD, die sich mit extremistischen Gruppen oder deren Ideologien in Verbindung bringen. Sie beklagt die Nähe von Politikern zu Personen mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität, Judenhass und Terrorverherrlichung sowie die mangelnde Sensibilität gegenüber antisemitischen Tendenzen. Sie betont die Verantwortung des Parlaments, sich klar gegen solche Entwicklungen zu stellen und verweist auf persönliche Erfahrungen, die sie und ihre Freunde gemacht haben, insbesondere die Angst jüdischer Familien in Deutschland. Die CDU/CSU fordert eine entschlossene Bekämpfung organisierter Kriminalität durch Maßnahmen wie die Stärkung der Sicherheitsbehörden und die Bekämpfung illegaler Vermögensströme. Zudem kritisiert sie die Politik der Berliner Linken, insbesondere Kürzungen der inneren Sicherheit und die Abschaffung des Verfassungsschutzes. Die Position der CDU/CSU basiert auf der Verteidigung von "roten Linien" wie dem Schutz des Rechtsstaates, dem Verbot von Antisemitismus und Terrorverherrlichung sowie der Ablehnung von Verbindungen zu kriminellen Strukturen.
Martin Hess AfD
Der AfD-Abgeordnete Martin Hess kritisiert die Linke scharf und bezeichnet sie als Feind des Rechtsstaates und der Demokratie. Er argumentiert, dass Berlin aufgrund von Gewalt, islamistischer Unterstützung und Verbindungen zu kriminellen Clans gefährdet sei. Die "Defund the Police"-Politik der Linken wird als Verachtung des Rechtsstaates und als Mittel zur Zerstörung der Sicherheit dargestellt. Hess warnt vor einer möglichen Koalition von Linken, Grünen und SPD, da dies den Kooperationspartnern nur Vorteile bringen würde und Berlin in eine Katastrophe führen könnte. Er kritisiert auch die CDU für mögliche Kooperationen mit der Linken und sieht darin eine Verhöhnung konservativer Grundsätze. Abschließend bezeichnet Hess die Linke als „Totengräber unserer Sicherheit und unserer Gesellschaft“.
Siegfried Walch CDU/CSU
Siegfried Walch (CDU/CSU) kritisiert die Linke scharf und fordert die Abberufung von Ferat Koçak aus dem Innenausschuss, nachdem dessen Aussagen und Kontakte mit extremistischen Gruppen aufgedeckt wurden. Er argumentiert, dass die Linke ein strukturelles Problem hat und bewusst versucht, Schuld von sich zu wegbewegen, indem sie Extremisten nutzt und versucht, den Verfassungsschutz in Frage stellt. Walch sieht eine Verbindung zwischen Organisierten Kriminalität, Antisemitismus, islamischem Extremismus und Linksextremismus und kritisiert die Linke dafür, dass sie diese Strukturen aktiv ausnutzt. Er wirft der Partei vor, die „Intifada“-Rufe und Unterstützung für terroristische Vereinigungen wie die Volksfront zur Befreiung Palästinas zu fördern, und betont die Gefahr, die von solchen Verbindungen für den Rechtsstaat ausgehen. Abschließend fordert er die Offenlegung aller Kontakte der Linken und plädiert für die weitere Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz.